Vor einer Weile berichteten wir euch bereits über 4-Leiner und 5-Leiner Tubekites. Heute wollen wir euch ausführlicher über den Bow-Kite und den Softkite informieren.
Der Bow-Kite
Der Bow-Kite wird aufgrund seiner Form und Flugeigenschaften am häufigsten bei Anfängern verwendet. Von der Konstruktion her ist er dem 4-Leiner und 5-Leiner Tubekite sehr ähnlich, da er genauso eine Fronttube sowie mehrere Struts besitzt.
Beim Bow-Kite fällt die Form jedoch nicht so stark gebogen aus wie bei den auch C-Kite genannten 4-Leinern und 5-Leinern. Er ist hingegen sehr viel flacher und biegt sich erst zu den Enden hin etwas stärker. Hierdurch erhält er die einem Bogen ähnliche Form, woher auch der Name stammt. An den Enden des Kites befinden sich die Tips, an denen die Leinen befestigt werden: die Backlines an den Tips der Abrisskante und die Frontlines an den Tips der Anströmkante. Zusätzlich besitzt der Bow-Kite noch sogenannte Waageleinen, die ihn, wie der Name so schön sagt, in der Waage halten. Sie werden an mehreren Anknüpfpunkten an der Anströmkante befestigt und tragen ebenfalls zu seiner Form bei.
Die bogenartige Form des Bow-Kites bewirkt, dass wenn man die Bar nur ein klein wenig von sich wegschiebt, sich der Anstellwinkel des Kites zum Wind so verstellt, dass der Kite nicht mehr unvermittelt nach Lee ziehen kann. Dies ist vor allem für Anfänger sehr vorteilhaft, da man bei richtigem Handling der Bar nicht so schnell auf das offene Wasser herausgezogen werden kann.
Einen schönen Vergleich der Eigenschaften von Bow-Kite und C-Kite findet ihr auf der Seite von Cabrinha Kites.
Der Softkite
Softkites unterscheiden sich von ihrem Aufbau her sehr von allen bisher vorgestellten Kite-Arten, da sie weder Fronttube noch Strus besitzen. Sie erhalten ihre Form und Stabilität durch mehrere einseitig geschlossene Luftkammern. Durch Lufteinlassventile an den Luftkammern (die sich zur Anströmkante hin befinden), dringt die Luft ein und wird dann zwischen zwei Tuchschichten gespeichert. Dank der Ventile kann die Luft eindringen, aber nicht mehr entweichen. Dies ist sehr wichtig, denn könnte die Luft durch eine Öffnung wieder entweichen, würden sich die Luftkammern mit Wasser füllen, sobald der Kite auf das Wasser hinab stürzt. Hierdurch wäre er dann nur noch sehr schwer oder sogar gar nicht mehr flugfähig.
Zur Stabilität des Softkites trägt eine Vielzahl an Waageleinen bei. Sie werden an der Anströmkante befestigt und gehen dann von der Mitte her und der Reihe nach in eine Frontline sowie zwei Backlines über.
Sobald sich der Zug an den Leinen stark ändert, kann sich auch die Form des Softkites und somit seine Flugeigenschaften ändern. Daher sind Softkites in der Regel nur für erfahrene Kiter zu empfehlen.
Unser Fazit: Der Bow-Kite eignet sich aufgrund seiner Form und der damit verbundenen Flugeigenschaften sehr gut für blutige Anfänger. An einen Softkite solltet ihr euch erst herantrauen, wenn ihr schon einige Erfahrung im Kiten gesammelt habt.
